Bericht und Impressionen // Race Around Slovenia 2017

Aus am Race Around Slovenia 2017

Am 11. Mai 2017 um 19.15 Uhr ging für mich in Postojna (Slo) der Startschuss zum
Rennen rund um Slowenien los. Die insgesamt 33 Einzelfahrer werden im eineinhalb
Minutentakt auf die Strecke geschickt, die 1.220 km lang ist, gespickt mit mehr
als 13’000 Höhenmeter.

Der Start verlief wie am Schnürchen, von Beginn lief eigentlich alles nach Plan und
durch die grosse Motivation und Unterstützung von meinem Team fährt mein Rad
fast wie von selbst in die erste Nacht hinein.

Der Weg verläuft Richtung Meer durch Orte wie Portoroz und Koper und führt dann
im Uhrzeigersinn an der slowenischen Grenze entlang. Auch wenn man bei einem
Rennen dieser Art eher weniger Konzentration in die Umgebung steckt, so muss man
an dieser Stelle doch anmerken, was für wunderschöne Gegenden in diesem Land
verborgen sind.

Was die Wetterberichte bereits vor dem Start zum Race Around Slovenia vorhergesagt
hatten trifft bereits kurz nach der ersten Time Station Smarje ein. Heftige Regenschauer
und Nebel mit Sichtweite < 50m, was die eine oder Pagage und/oder Abfahrt auf diesem
Teilstück zu einem wahren Husarenritt werden liess.

Die Strecke zur zweiten Time Station führte uns über Kozina, Otlica, Travnik nach Zage.
Trotz der starken Regenschauer in der Nacht und dem stark guppierten Streckenprofile
erreichte ich die zweite Time Station ohne nennenswerter Probleme und „immer noch voll“
motiviert.

Kurz nach der dritten Time Station folgt einer der ersten Höhepunkte des Rennens,
gleichzeitig auch der höchste Punkt des Rennens. Vrsic, den auf über 1.600 Meter gelegenen
Pass galt es zu knacken. Bei einer 10 km langen Auffahrt mit 14% Steigung kann das recht
mühsam werden. Aber bei dem unglaublichen Bergpanorama, das mir als Kulisse geboten
wurde, nimmt man da ein paar Schweisstropfen mehr gerne in Kauf. Auf dem Pass
angekommen schnell eine warme Jack für die rasante Abfahrt überziehen, Rasante Abfahrt!?
Weit gefehlt, die Abfahrt war mit dem doch eher schlechten Belag und den unebenen und
rutschigen Kopfsteinstücken eine echte Herausforderung an Fahrer und Material.

Am Freitagabend 12. Mai ca. 21.00 Uhr, nach einer rasanten Abfahrt vom Pass Prelaz Sleme
(1.080 m.ü.M) stelle ich die ersten Probleme mit meinen Augen fest. Zuerst führte ich meine
auftretenden Sichtprobleme auf eintretende Müdigkeit zurück. Ein kurzer Verpflegungsstop
mit einem aufputschenden Süssgetränk und weiter ging die Fahrt. Doch meine Sichtprobleme
verstärkten sich zunehmenden. Nachdem ich ein Schlagloch voll getroffen habe und kurz danach
fast in einen Randstein gefahren bin, welchen ich nicht bez. viel zu spät gesehen habe, habe ich
mich entschlossen eine kurze Schlafpause einzulegen. Leider hat die Schlafpause nicht die 
erhoffte Verbesserung der Sichtprobleme gebracht, auch die Augen mit einer Salzwasserlösung
auswaschen zeigte keine Wirkung, was mich dazu bewegte das Rennen in Brestanica bei
Kilometer 685 wegen einer Augenendzündung abzubrechen.      

Wem ich aber vor allem danke, meinem unglaublichen Team. Die dreiköpfige Crew bestehend
aus Martin, Jeannette und Kurt funktionierte während des gesamten Rennens einwandfrei.
Trotz ständiger Anspannung und grossem Schlafdefizit waren sie nie zu müde mich immer
wieder von neuem zu überraschen. Eine Motivation und Unterstützung, auch bei meinem
Entscheid das Rennen frühzeitig zu beenden.

Nach einer erfolgreichen Vorbereitung habe ich mir einen besseren Start in meine
Rennvorhaben 2017 vorgestellt. Zeit zum Hadern – Fehlanzeige, Blick nach vorne – steht doch
Mitte Juni bereits die Ultraradmarathon-Weltmeisterschaft (Glocknerman) auf dem Programm.
Ein Rennen, dem ich mit besonders grossem Ehrgeiz entgegen sehe.

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